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Chip
Jett ist einer der bekanntesten Persönlichkeiten der Pokerwelt, was auf seinen enormen Erfolg auf dem Turnierpfad,
seine Auftritte bei Party Poker Million und Bicycle Casino während der World Poker Tour und nicht zuletzt auf den
coolsten Namen im Poker (neben Chris Moneymaker) sowie sein unverkennbares Aussehen am Pokertisch (nach hinten gegeltes
Haar und Sonnenbrille) zurückzuführen ist.
Chip stammt ursprünglich aus Scottsdale, Arizona, lebt jedoch heute mit seiner Frau Karina Jett und seinen beiden
Kindern in Las Vegas. Am Anfang seiner Karriere verbrachte er einige Zeit als Propositions- oder "Prop"-Spieler.
Nachdem er genügend Erfahrung und Selbstbewusstsein gesammelt hatte, entschied er, sich auf Turniere zu konzentrieren
und er konnte im Laufe seiner Karriere über 3 Millionen Dollar an Preisgeldern für sich beanspruchen.
Ich selbst habe bereits das Vergnügen gehabt, enige Male mit Chip zu spielen. Mein erster Eindruck von Chip hatte
ziemlich daneben gelegen. Ich dachte, er wäre eine eher ernsthafte Person, die nicht viel sagte - außer natürlich, wenn
er Captain Morgan und Cola trank - dann war er Mr. Ausgefallen selbst! Ich war also recht überrascht festzustellen,
dass er eine Menge zu sagen hatte und er seine Meinungen wohl durchdacht und verständlich präsentierte. Als ich ihn
fragte, auf welche seiner Erfolge er am stolzesten wäre, meinte er: "Bis ich irgendwann das "Spieler des
Jahres"-Turnier gewinnen werde würde ich sagen, dass mein Gewinn des besten "Allround"-Spielers im Commerce Casino beim
2001 Los Angeles Poker Classic und mein Gesicht auf dem Titelbild des Poker Digest wohl meine stolzesten Momente
waren." Er kämpfte sich bei sechs verschiedenen Spielen sieben Mal an den Finaltisch, was weiter unterstreicht, dass er
ein gut abgerundeter Spieler ist und erklärt, warum ich sein Spiel so respektiere. Mir gefiel auch die Art und Weise,
wie er seinen Satz mit "Bis ich irgendwann" und nicht "Falls ich" begonnen hatte - offensichtlich gab es für ihn keinen
Zweifel daran, dass er diesen Titel in Zukunft sein Eigen nennen würde. Ich denke, dass diese drei Worte den Schlüssel
zu seinem Erfolg an den Tischen darstellen. Er weiß genau, dass er gut ist und Selbstvertrauen dieses Kalibers ist
eines der Geheimnisse, ein guter Spieler zu sein.
Ich fragte ihn auch, von wem er lerne, wenn er ihr Spiel beobachte. Er sagte "Ich versuche wirklich, von jedem Spieler,
gegen den ich antrete, ein bisschen zu lernen. Jeder Spieler hat seine eigenen Spielmuster oder Charakteristiken, die
sich in bestimmten Situationen als nützlich erwiesen haben. Ich versuche einzugrenzen, was andere erfolgreiche Spieler
tun und kopiere die allerbesten Spielzüge der allerbesten Spieler. Letztes Jahr war mir beispielsweise aufgefallen,
dass meine Ergebnisse beim No Limit Hold'em litten, weil ich nicht schnell genug Chips anhäufte, um einen Showdown
überleben zu können. Jedes Mal, wenn ich einen Pot verlor, hatte der Gegner mehr Chips und wies mir die Tür. Also
beobachtete ich die Spieler, die stets eine Menge Chips zu haben schienen und versuchte herauszufinden, was es war, das
der einzelne Spieler tat, um erfolgreich zu sein. Meiner Meinung nach sind Layne Flack, Phil Ivey und Carlos Mortensen
die Besten beim Ansammeln von Chips. Darum behielt ich deren Spiel insbesondere im Auge. Ich arbeitete dann daran, was
ich beobachtet hatte, in mein eigenes Spiel zu integrieren. Meine Fähigkeit Chips zu sammeln, hat sich im letzten Jahr
deutlich verbessert und meine Ergebnisse waren um einiges besser - besonders beim No Limit. Dasselbe Prinzip lässt sich
auf praktisch jeden Fehler anwenden, den man im eigenen Spiel entdeckt." Es gibt eine Menge Spieler, die ganz einfach
nur "ihr eigenes Spiel spielen". Chip spielt sein eigenes Spiel, aber sucht ständig nach Möglichkeiten, sich zu
verbessern. Er setzt seine eigenen Stärken ein und lässt die Stärken anderer Spieler in sein eigenes Spiel mit
einfließen. Er erklärte einmal während der World Poker Tour, dass seine größte Stärke gleichzeitig auch seine größte
Schwäche sei ... seine Furchtlosigkeit.
Sein unkonventioneller Spielstil ist darauf ausgelegt, andere Spieler am Tisch zu verunsichern. Er meint: "Der größte
Vorteil meines Limping- oder Fallenspielstils ist die Fähigkeit, mit nur geringem Risiko die Kontrolle über den Tisch
zu übernehmen. Der Nachteil dabei ist jedoch, dass wenn man zu viele Fallen stellt, man sich ab und zu selbst darin
verfangen kann."
Chip Jett ist zweifellos ein erstklassiger Turnier-Pokerspieler. Sein Spiel ist abgerundet und er kann je nach der Art
des zu spielenden Turniers auf verschiedene Spielstile zurückgreifen. Er hat viel Zeit in die Entwicklung seines Spiels
gesteckt und sein Erfolg ist unwiderlegbar.
Er erreichte den ersten Platz beim "4th Annual World Poker Open No Limit Hold'em", bei gemischten Spielen im "Los
Angeles Poker Classic" und bei der "2003 Tropicana Poker Championship Series" im No Limit Hold'em. Zu seinen anderen
Finaltischen gehören ein dritter Platz beim "World Poker Challenge" im Omaha High-Low und Pot Limit Hold'em, ein
dritter Platz beim "Bellagio Special Poker Events No Limit Hold'em" und zwei Finaltischauftritte bei der World Series
of Poker. Und nicht zu vergessen: er erkämpfte sich den zweiten Platz bei der allerersten "Party Poker Million" und den
Vierten bei der zweiten Saison des "Legends of Poker World Poker Tour" -Events. Chips Frau Karina Jett ist ebenfalls
eine erfolgreiche Pokerspielerin.
Sie können Chip und Karina beim Online-Poker bei Full Tilt Poker finden.
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