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Chris
"Jesus" Ferguson ist eines der bekanntesten Gesichter der Pokerwelt. Sein langes Haar, sein Bart, die obligatorische Sonnenbrille und sein Hut
machen ihn unverwechselbar. – Kein Wunder, dass ihn alle "Jesus" nennen. Ich hatte schon oft gehört, dass Chris einer der umgänglichsten und
beliebtetsen Spieler war, hatte aber nie gegen ihn gespielt oder mit ihm gesprochen. Außerdem mag er es angeblich, wenn sich Leute ihm vorstellen,
weil er selbst nicht so gerne auf Leute zugeht. Also nahm ich mir fest vor, ihn beim nächsten Mal anzusprechen. Ich muss sagen, dass die Beschreibung
zutraf. Denn als ich ihn dann bei der World Series of Poker 2005 kennen lernte, erwies er sich als eine der angenehmsten Personen, die ich in der Szene
je kennen getroffen habe.
Chris wohnt in Pacific Palisades in Kalifornien. Heute ist er in Sachen Pokern nicht mehr so viel unterwegs wie früher. Er tritt bei den größeren
Buy-In-Events an. Ansonsten ist er als Daytrader an der Börse aktiv und tanzt gerne Swing. Ich finde, das ist eine ziemlich ausgefallene Kombination:
auf der einen Seite der "Einzelsport" Poker, der höchste Konzentration erfordert, und auf der anderen Seite Swingtanzen, wo es auf
einen absolut zuverlässigen Partner und Spontanität ankommt.

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Chris gewann 2000 bei der World Series of Poker die prestigeträchtige Hauptveranstaltung des No Limit Holdem. Dabei gelang es ihm, den hoch eingeschätzten
TJ Cloutier zu schlagen. Dabei war das letzte Blatt der Runde außergewöhnlich.
TJ hatte dem A9 von Chris ein AQ entgegenzusetzen. Der Flop bestand aus 2K4, mit einem König als Turnkarte. Hier gab es also die Möglichkeit, bei einem
Paar auf dem Board den Pot zu teilen, und Ferguson wäre auf der sicheren Seite gewesen. Doch mit einer 9 könnte er das gesamte Turnier für sich entscheiden.
Es kam tatsächlich die 9 – Chris Ferguson war Weltmeister. Die A9-Kombination war für Chris in diesem Turnier zweimal ausschlaggebend. In der Nacht vor
seinem Sieg verlor Annie Duke gegen Chris, und wieder war die A9 mit im Spiel. Mit den Chips, die er dabei gewann, konnte er das Turnier fortsetzen.
In einem Interview verriet Chris, dass er am liebsten in der Endrunde spielt. Das zeichnet einen wahren Champion aus! Sein unbedingter Wille, es
ins Finale zu schaffen und sein mathematisches Talent machen ihn zu so einem großartigen Spieler. Er hat mehrere World Series-Titel gewonnen,
zwei davon 2003. Hier ein kleiner Auszug aus seiner Titelsammlung: Seven Card Stud (2000), Omaha High-Low (2001), Mixed Games (2003), Omaha
High-Low (2003) und die besagte Hauptveranstaltung 2000.
Damit ist aber noch nicht Schluss. So hat er beim WSOP Tournament Circuit Las Vegas im No Limit Holdem gewonnen, den WSOP
Tournament Circuit Rincon und das Hauptevent beim Winnin' O' the Green 2004. Chris hat seinen eigenen Tisch im Online-Cardroom Full Tilt Poker und freut sich auf ein Spiel mit euch.
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