Poker-Spieler:
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Chris
Moneymaker ist der echte Name des 27jährigen Gewinners der World Series of Poker No Limit Hold'em Championship 2003. Seine Geschichte klingt wie
aus einem Hollywood Film. Sie begann damit, dass er den Eintritt in die Series durch den Online Pokerraum
PokerStars gewann. Er setzte insgesamt $40 ein und gewann
$2.500.000,00. Als er den Eintritt gewann, war es schwierig für ihn, das Geld für Flugticket und Hotel aufzubringen. Sein Vater Mike und ein Freund namens
David Gamble (auch sein echter Name!) legten ihm gegen eine Gewinnbeteiligung das Geld aus. Chris spendete zudem $25.000 seines Preisgeldes für die Krebsforschung.
Christopher Brian Moneymaker eroberte die World Series of Poker 2003 im Sturm. Die meisten Leute glauben, dass Chris damals Glück mit den Karten
hatte. Natürlich spielte das Glück eine Rolle (es spielt bei jedem Sieg eine Rolle), aber Chris hat einfach gezeigt, dass er es versteht, mit den
ganz Großen zu spielen. Er hatte vor diesem Turnier drei Jahre Poker gespielt, jedoch nie in einem Live Turnier. Am ersten Tag hatte er Johnny
Chan zu seiner rechten und Phil Ivey zu seiner linken Seite sitzen. Er dachte, er würde ausgespielt werden, beschloss aber in dieser Nacht, sich
nicht mehr einschüchtern zu lassen. Wenn er geschlagen werden würde, würde er geschlagen werden, aber er musste sein Spiel spielen. Und das tat er! Er schlug
sich fantastisch und spielte ein schönes Poker. Das Blatt, an das sich die meisten Leute noch erinnern können, ist das, bei dem er mit seinen „Pocket 8s“ gegen
Humberto Brenes’ „Pocket A’s“ spielte. Er erlangte die 8, was ihm ein Set brachte,
und Humberto war aus dem Rennen. Er hatte viel Glück, aber ich denke nicht. dass er ein schlechtes Spiel hingelegt hat. Hätte er gewusst, dass
Humberto die Pocket-Ässe gehalten hätte, dann ja, es wäre es ein schwerer Fehler gewesen, aber er wusste es nicht.
Mir
hat Chris’ Spiel gegen Russ „Dutch“ Boyd ganz besonders gut gefallen. Er hielt Pocket Threes, während Dutch KQ hatte. Der Flop kam mit 925 und
Chris setzte $100.000 in den Pot. Nach kurzem Überlegen setzte Dutch alles. Nachdem Chris etwas überlegt hatte, hielt er die Wette. Bevor die
Karten umgedreht wurden, sprach Chris laut vor sich hin, dass er auf niedrige Karten hoffen würde. Er wusste natürlich genau, dass Dutch hohe
Karten hatte, kein Paar. Schließlich half Chris diese Taktik, um das Turnier zu gewinnen.
Was mir auch besonders gut an Chris gefiel war seine sportliche Art, mit den Leuten am Tisch umzugehen. Er schüttelte
immer jedem die Hand, begrüßte sogar Dutch zurück im Spiel, nachdem er den Pot mit seinen Pocket Fives gewonnen hatte.
Er ist aber nicht nur am Tisch ein Sportler, sondern auch sonst einfach ein Gentleman. Ich traf Chris, als wir das Video
Poker for Dummies drehten. Er war so natürlich und freundlich zu jedem.
Wir gingen hinterher ins Bicycle und spielten ein Turnier zusammen. Ich meinte, er solle lieber nicht mit mir im Auto fahren, weil ich gerade meinen
Infiniti zu Schrott gefahren hatte. Er fragte mich nach dem Modell und es stellte sich heraus, dass auch er mal einen I30 hatte. Ich fragte ihn, ob er
auch die „t“-Version fuhr, das Modell mit der Gräte hinten. Er antwortete: „Nein, meins war das mit dem Baum innendrin“. Er erklärte, dass auch er sein
Auto kaputt gefahren hätte. Wir unterhielten uns auf der Fahrt über Gott und die Welt. Er erzählte mir von seiner Tochter, die das Beste sei, was ihm in
seinem Leben passiert sei. Außerdem meinte er, er wolle gar nicht der beste Pokerspieler aller Zeiten sein, er wolle einfach nur für seine Familie sorgen.
Ich dachte, dass das Berühmtsein auf Dauer sehr nerven würde, aber Chris meistert dies fantastisch. Wenn er bei PokerStars spielt, nutzt er immer
noch seinen Screen-Namen Money800 und versucht, alle Fragen von Interessierten so gut wie möglich zu beantworten. Er meinte, dass er
seinen Chat gelegentlich ausschalten müsse, aber das sei eher die Ausnahme. Oft würden Spieler nach ihm in die Turniere einsteigen, um dann
sagen zu können, dass sie den World Champion geschlagen hätten. Chris sagte mir, dass dies für beide Seiten gelte. Manchmal geht das Spiel zu
seinen Gunsten aus, manchmal nicht. Ein anderes Beispiel, wie Chris mit seiner Bekanntheit umgeht, ist folgendes: Wenn Casino-Mitarbeiter seine
Anwesenheit entdecken, passiert es nicht selten, dass sie ihn per Mikrofon ankündigen. Er winkt dann, um zu zeigen, dass er die Begrüßung
wahrgenommen hat, und ich musste mich hierfür entschuldigen. Er meinte aber, dass er so etwas erwartet hätte, und dass es ihn nicht weiter stören
würde. Chris ist einfach ein sehr sympathischer World Champion und ich wünsche ihm weiterhin viel Glück und alles Gute für die Zukunft. Und ganz
egal, wie gut andere Spieler pokern werden, für einen zukünftigen Champion wird es schwer sein, in seine Fußstapfen zu treten.
Chris gewann die letzte Runde mit einem Full House, Fünf mit Vieren, und besiegte somit den Ring Game-Veteranen Sam Farha. Sammy Farha erhielt 1,3
Millionen für den zweiten Platz. Zur Zeit dieses Siegs war Chris noch als Buchhalter tätig. Jetzt reist er viel durch die Welt als Sprecher für verschiedene
Pokerprodukte und wenn er Zeit hat, spielt er Turniere. Das einzige, was Chris seit seinem Sieg von 2003 nicht mehr gelingen wird, ist unerkannt zu bleiben.
2004 gewann Chris den zweiten Platz beim Bay 101
Shooting Stars World Poker Tour Event.
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