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Ich traf Phil Ivey
das erste Mal nach seinem phänomenalen Erfolg bei der World Series of Poker im Jahre 2002. Phil gewann in diesem Jahr drei Goldarmbänder
(und schloss damit auf den Rekord für die meisten Siege in einem Jahr auf, der von Phil Hellmuth, Ted Forrest und Puggy Pearson gehalten wurde;
Jeff Lisandro ist im Jahr 2009 ebenfalls hinzugestoßen).
Ich sah ihn damals auf der anderen Seite des Raumes bei der Commerce Casinos California State Poker Championship und ich beschloss,
dass ich diese Pokersensation kennenlernen müsste. Deshalb ging ich zu ihm und stellte mich ihm vor. Ich glaube, dass er ein wenig
geschockt (oder vielleicht sogar enttäuscht) war, dass ihm sich ein Mädchen wegen seiner großartigen Pokerfähigkeiten vorstellt.
Natürlich wenden sich seit dem Einsetzen des Pokerbooms ständig Frauen (und Männer) an ihn.
Eine Zeit lang versuchte ich Phil, sobald ich ihm in der Turnierszene über den Weg lief, dazu zu überreden, mir Unterricht in 7 Card
Stud zu geben. Wenn er mit mir sprach, war er stets sehr nett. Wenn ich aber den Unterricht zur Sprache brachte, kicherte er nur. Ich
war anfangs davon überzeugt, dass ich ihm damit einen Schrecken einjagte, aber je besser ich ihn kennen lernte, desto mehr habe ich
begriffen, dass er eine zurückhaltende Persönlichkeit besitzt. In letzter Zeit habe ich das Auftreten dieser Persönlichkeit immer
öfter bemerkt und ich denke, dass es zum Teil daran liegt, dass er täglich mit seinen Fans zu tun hat. Es verwundert mich noch immer,
dass ein Pokerspieler von Weltrang, der bekannt für seinen aggressiven Stil ist, derartig ruhig und schüchtern ist.

Windows - Mac
Phil lebt zusammen mit seiner Frau Luciaetta Ivey in Las Vegas und spielt dort die höchsten Cash Games. Er reist außerdem gelegentlich
für einige hohe Cash Games nach Los Angeles. Einige seiner Gegner, gegen die er bereits angetreten ist, sind Doyle Brunson,
Barry Greenstein,
Chip Reese, Larry Flynt sowie der Milliardär Andy Beal. Wenn
Phil einmal nicht am Pokertisch sitzt, verbringt einen Teil seiner Freizeit auf dem Golfplatz. Gerüchte besagen, dass er am Anfang
seiner Golfkarriere als hoffnungsloser Fall galt (wenn man ihn jedoch beim Golf auf ESPN gegen Howard Lederer und Robert Williamson
antreten sah, scheint es nicht nur ein Gerücht zu sein. Dies hält ihn aber nicht davon ab, Tausende von Dollars auf dem Grün zu
verwetten. Golfwetten sind jedoch nicht seine einzige Wettleidenschaft. Phil ist bekannt dafür, gewaltige Nebenwetten abzugeben. Dazu
gehören auch Wetten auf sich selbst, dass er Armbänder bei der World Series of Poker gewinnen wird. Im Jahre 2008 gab es Gerüchte,
dass er in einer Nebenwette einen siebenstelligen Betrag auf sich selbst gesetzt haben soll. Im Jahre 2009 hat er bei einer Wettquote
von 2.5-zu-1 für alle Mitspieler erneut auf sich selbst gesetzt und groß abgeräumt. Damit hat er die Verluste von Vorjahr mehr als ausgeglichen.
Vielen
ist Phil als der Tiger Woods des Poker bekannt. Dem kann ich jedoch nicht zustimmen. Er ist der Phil Ivey des Poker und dabei einfach
eine Klasse für sich. Er ist eindeutig mein Lieblings-All-Round-Pokerspieler und ich liebe seinen aggressiven Stil. Wenn ich ihn bei
Turnieren beobachte, bewundere ich jedesmal seine Konzentration. Es scheint, dass er auf jede Kleinigkeit achtet und alle
Informationen in sich aufnimmt, die er von den anderen Spielern erhält. Ein Beispiel hierfür war die Episode „Earphones Please“ der
Fernsehsendung Poker After Dark. Er saß mit fünf weiteren Spielern am Tisch, von denen vier davon an der Grenze zur Unausstehlichkeit
waren oder diese Grenze schon weit überschritten hatten. Ein gewöhnlicher Spieler hätte sein cooles Auftreten verloren. Ich wäre
schreiend aus dem Raum gerannt. Phil jedoch saß ganz ruhig am Tisch, sammelte Chips und gewann letztendlich das One-Table-Turnier.
Eine weitere seiner großen Spielstärken ist, dass er nicht erkennt, wie gut er wirklich ist. Ich habe seine Bemerkungen zu einigen
seiner Spiele gehört und er ist wirklich der Meinung, dass er bei einigen von ihnen viel Arbeit investieren musste. Ich glaube, dass
genau das einen derart guten Spieler aus ihm macht. Er arbeitet ununterbrochen daran, sein Spiel noch weiter zu verbessern.
Phils Verdienste bei der World Poker Tour beinhalten einen ersten Platz bei den LA Poker Classics 2008. Bei einigen anderen
Finaltischen hat er unter anderem einen dritten Platz bei der ersten Saison des Foxwoods Events, einen zweiten Platz bei der ersten
Saison von Tunica und einen dritten Platz bei der ersten Saison der World Poker Tour Championship erzielt. In der dritten Saison wurde
er im Borgata Sechster, im Reno Hilton Dritter und noch einmal Dritter bei der World Poker Tour Championship. Außerdem besitzt er
einige Armbänder der World Series of Poker. Im Jahre 2000 gewann er den Pot Limit Event, 2002 gewann er die Events S.H.O.E, 7-Card
Stud Hi-Lo Split und das $1500 7 Card Stud. Im Jahre 2005 gewann er das Pot Limit Omaha Event und 2009 gewann er die Events 2-7
Lowball und $2500 Omaha/Seven Card Stud Hi-Low. Weitere bemerkenswerte Siege sind sein erster Platz der Championship im Jahre 2004 in
Turning Stone und bei Monte Carlo Millions im Jahre 2005.
Phil ist einer der "November Nine" des 2009 World Series of Poker Main Events.
Wenn ich über Phil spreche, dann bemerken die Menschen schnell, wie verliebt ich in ihm bin. Einmal sagte jemand zu mir: „Du bist in
ihn verknallt, habe ich recht?“ Darauf antwortete ich: „Ich bin in seinen Pokerverstand verknallt.“
Sie können mit Phil an seinem eigenen Tisch bei
Full Tilt Poker spielen.
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